#027

Literatur und Kunst der Gegenwart - Polen

Rudolf de le Roi, Jörg A. Henle, Hans Bender, Bernhard Freiherr von Loeffelholz, Eduard Trier, Volker Neuhaus (Hrsg.)

Literatur und Kunst der Gegenwart - Polen #27 Jahresring 80/81 – Literatur und Kunst der Gegenwart

Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt GmbH, Stuttgart
Erscheinungsjahr: 1980
Sprache: Deutsch
Seiten: 278

Beiträge von: Juan Allende-Blin, Rose Ausländer, Gerd Bauer, Karl Dedecius, Christoph Derschau, Ulrich Dibelius, Hans J. Fröhlich, Rolf Haufs, Georg Hensel, Jaroslaw Iwaszkiewicz, Wolf Kahlen, Zygmunt Kaluzynski, Hugo Ernst Käufer, Karl Krolow, Günter Kunert, Reiner Kunze, Rudolf Langer, Stanislaw Jerzy Lec, Franz Liebl, Markus Marty, Hans Mayer, Christoph Meckel, Ernst Meister, Czeslaw Milosz, Volker Neuhaus, Hubert Orlowski, Hanns-Josef Ortheil, Aras Ören, Oskar Pastior, Erica Pedretti, Heinz Piontek, Zvonko Plepelić, Julian Przybos, Lutz Rathenow, Oda Schaefer, Johannes Schenk, Stefan Schütz, Franek Starowieyski, Wislawa Szymborska, Ginka Tscholakowa, Andrzej Tomaszewski, Georg von der Vring, Adam Zagajewski, Gerald K. Zschorsch

Vorwort

Die Reihe der Länderporträts, die im vorigen Band mit „Italien“ erfolgreich begonnen wurde, wird im JAHRESRING 80/81 fortgesetzt mit dem Länderporträt „Polen“. Autoren aus Polen und der Bundesrepublik vermitteln den Lesern nicht allein ihre Kenntnisse; sie bestätigen zudem ihre Passion, mitzuwirken am besseren Verständnis zweier Länder, zwischen denen es in der Vergangenheit mehr Feindschaft als Freundschaft gegeben hat. Das Verhältnis hat sich gebessert, ist eines der Ergebnisse der gegenseitigen Betrachtung. Ein anderes: Die Anerkennung, welche die polnische Kultur in der Bundesrepublik gefunden hat, ist beachtlich. Die Bildende Kunst Polens, die Plakatkunst eingeschlossen, die beispielgebende Denkmalpflege, Musik, Theater, Film genießen ungeteilte Beachtung. Die Autoren der polnischen Gegenwartsliteratur werden bei uns verlegt, gelesen und geehrt. Karl Dedecius zählt in seinem einleitenden Aufsatz alle Gewinne auf, die inzwischen zu verzeichnen sind.

Dem Länderporträt „Polen“ folgen – wie in jedem JAHRESRING – viele Seiten mit deutschsprachiger Literatur. Autoren der Bundesrepublik, der Schweiz und zunehmend der DDR stellen sich vor mit neuen Gedichten, Erzählungen oder Romankapiteln. Günter Kunert‚ dem in diesemJahr die Ehrengabe des Kulturkreises zugesprochen wurde, führt mit seinen „Verspäteten Monologen“ diese Autoren an. Sie alle gewähren auch Einblicke in den gegenwärtigen Stand der Literatur, ihrer Tendenz und Thematik. Mit Aras Ören, dem zweiten diesjährigen Preisträger, verweist der JAHRESRING 80/81 zum erstenmal auf die türkische Literatur, die in unseren Tagen in der Bundesrepublik entsteht und die etwas aussagt über das Nebeneinander von Ausländern und Einheimischen. Ein eigenes Kapitel ist der Bildenden Kunst gewidmet. Gerd Bauer schreibt über „Die Surrealisten und Sigmund Freud“; Volker Neuhaus gibt eine intensive Darstellung des „Buches als Kunstobjekt“. Farbige Tafeln und Schwarzweiß-Abbildungen ergänzen diese und andere Aufsätze.

Den Primärtexten des Hauptkapitels stehen im Schlußkapitel CHRONIK die essayistischen und kritischen Beiträge entgegen. Sie sollen die Leser unterrichten über die Neuerscheinungen des Büchermarktes und die herausragende Aufführungen oder Inszenierungen der Schauspielbühnen. Der Vortrag von Hans Mayer wurde gehalten anläßlich einer Veranstaltungsreihe am Staatstheater Kassel, in der man Hans Henny Jahnn dem Publikum zur Diskussion gestellt hat. Juan Allende-Blin geht in seinem Aufsatz auf die „Suche nach dem verlorenen Debussy“ und kann dabei mit neuen Funden aufwarten. Der einzige Nachruf gilt Gustav Stein. Er hat, als Gründer des Kulturkreises, als Mitherausgeber und Mitarbeiter den JAHRESRING, der mit diesem Band zum 27. Mal erscheint, mitgestaltet und mitgeprägt.