#028

Jahrbuch für Kunst und Literatur - Im Mittelpunkt: Schweden

Jörg A. Henle, Hans Bender, Eduard Trier, Volker Neuhaus, Bernhard Freiherr von Loeffelholz (Hrsg.)

Jahrbuch für Kunst und Literatur - Im Mittelpunkt: Schweden #28 Jahresring 81/82 – Jahrbuch für Kunst und Literatur

Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt GmbH, Stuttgart
Erscheinungsjahr: 1981
Sprache: Deutsch
Seiten: 281
ISBN: 3-421-06080-0

Beiträge von: Vicente Aleixandre, Erich Arendt, Werner Aspenström, Rose Ausländer, Wolfgang Bächler, Hans Bender, Detlef Brennecke, Elias Canetti, Luis Cernuda, Hein Czechowski, Johannes Edfelt, Reidar Ekner, Hans J. Fröhlich, Christoph Geiser, Reinhold Grimm, Jorge Guillén, Lars Gustafsson, Peter Härtling, Georg Hensel, Stephan Hermlin, Miguel Hernández, Bruno Hillebrand, Ernst Jandl, Harald Kaas, Walter Kappacher, Nicolás Guillén Karin Kiwus, Werner Koch, Gustav Korlén, Günter Kunert, Christa Lichtenstern, Artur Lundkvist, Helena Dahlbäck Lutteman, Kurt Marti, Harry Martinson, Frank-Wolf Matthies, Friederike Mayröcker,  Inge Müller, Pablo Neruda, Lars Norén, Aras Ören, Heinrich W. Petzet, Gerlind Reinshagen, Robert Wolfgang Schnell, Ulrich Schreiber, Stefan Schütz, Göran Sonnevi, Jan-Åke Staffansson, Tomas Tranströmer, Franz Tumler, Wolfgang Weyrauch, Karl Alfred Wolken

Vorwort

„Ich sehe mich… gerne bei fremden Nationen um und rate jedem, es auch seinerseits zu tun." Goethes Rat – Eckermann hat ihn aufgezeichnet – darf als Motto verwendet werden für die drei letzten Bände des Jahrbuchs JAHRESRING. Nach den Länderporträts ITALIEN (Band 79/80) und POLEN (Band 80/81) in diesem Band: SCHWEDEN. Ein Land des Nordens, das eingehend betrachtet zu werden verdient; vor allem auch die wechselseitigen Beziehungen zwischen ihm und Deutschland und der Bundesrepublik. Es gab „schwedische Einflüsse" und zeitweise eine „deutsche Dominanz"; es gab aber auch Lücken und Brüche, die auszufüllen waren durch gegenseitiges Entgegenkommen – und einen Neubeginn nach 1945. Jede Unterrichtung darüber dient zugleich auch der Verständigung; wie die Aufsätze von Gustav Korlen über die Rezeption der deutschen Gegenwartsliteratur in Schweden oder der Aufsatz von Detlef Brennecke über die Rezeption der schwedischen Literatur in der Bundesrepublik – ohne daß es zu einem vergleichbaren Ergebnis dabei kommen kann. Reinhold Grimm schreibt über „Strindbergs Wiederkehr", die in beiden Ländern wirksam wurde. Jan-Åke Staffansson unterrichtet die deutschen Leser über den schwedischen Film; Helena Dahlbäck Lutteman über das moderne schwedische Industriedesign.

Dem Länderporträt folgt ein Kapitel, in dem die diesjährigen Empfänger der Literarischen Ehrengaben sich vorstellen: Erich Arendt mit Gedichten und poetischen Übersetzungen aus dem Spanischen; Stefan Schütz mit einem „Kleistfragment" und Karin Kiwus mit einem Prosastück und zwei Gedichten, die sie als „poemes" bezeichnet sehen will. Eine kurzgefaßte Anthologie deutschsprachiger Gedichte folgt in einem eigenen Kapitel und gewährt einen Überblick über Themen und Formen, die für die Lyrik der beginnenden 80er Jahre charakteristisch und symptomatisch genannt werden dürfen. Das Gleiche gilt für das Prosa-Kapitel, Worin Romanausschnitte und Erzählungen versammelt wurden. Ein Weiteres Kapitel ist der Bildenden Kunst eingeräumt: Heinrich Wiegand Petzet gedenkt der hundertjährigen Bildhauer und Maler; Christa Lichtenstern ergründet das Gedanken- und Bildreservoir der Surrealisten am Beispiel Giorgio de Chiricos. Den Primärtexten und Essais stehen, wie in jedem JAHRESRING, die kritischen Beiträge im Kapitel CHRONIK gegenüber. Hans Fröhlich berichtet über wichtige Neuerscheinungen des Büchermarktes, Georg Hensel über herausragende Schauspielaufführungen und Inzenierungen der vergangenen Spielzeit. Ulrich Schreiber hält die Initiative fest, die in Nordrhein-Westfalen Paul Hindemith und seinem Schaffen galt. Stephan Hermlin erinnert an Peter Huchel, der zu den Mitarbeitern des JAHRESRING und den Preisträgern des Kulturkreises zählte. Hans Bender erinnert an Rudolf de le Roi, der im November 1980 im hohen Alter starb. Als Gründer, Initiator und Inspirator des JAHRESRINGS verdient er ein dauerndes Gedenken.