#040

Mythologie der Aufklärung - Geheimlehren der Moderne

Bernhard Freiherr von Loeffelholz, Beat Wyss, Brigitte Oetker (Hrsg.)

Mythologie der Aufklärung - Geheimlehren der Moderne

Verlag: Verlag Silke Schreiber, München
Erscheinungsjahr: 1993
Sprache: Deutsch
Seiten: 215
ISBN: 3-88960-028-X

Beiträge von: Andreas Beyer, André Breton, Gustave Flaubert, Boris Groys, Hans G. Helms, Friedrich Kittler, Rolf H. Krauss, Lautréamont, Eliphas Lévi, Philomene Magers, Friedrich Nietzsche, Amédée Ozenfant, Sixten Ringbom, Harald Szeemann, Beat Wyss

Inhalt

Vorwort

Der Differenzierung unseres diesjährigen Gastredakteurs folgend, wenden wir uns mit dem Jahresring 40 der Kunstgeschichte zu und verlassen die Kunstkritik, die in den vergangenen Jahren mehrfach den Schwerpunkt darstellte.

Nicht die aktuelle Kunstproduktion steht also im Zentrum der Betrachtung, sondern Beat Wyss befaßt sich im Wesentlichen mit den Künstlern der Avantgarde zu Beginn unseres Jahrhunderts, die er nach den sie inspirierenden Quellen und Texten befragt. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen werden das Bild der Moderne zweifellos verändern: Die Kunstwissenschaft hat vergessen, wie stark mystisches Gedankengut – Esoterik, Theosophie, das »Geistreich« – die Künstler der Avantgarde beeinflußte.

Beat Wyss hat dieses Gedankengut aufgespürt und macht es in diesem Band wieder zugänglich. Seine Untersuchungen führen aber nicht nur zu neuen wissenschaftlichen Ergebnissen, sondern sind in der Form der Einführungen in die drei Teile des Buches ein großes intellektuelles Lesevergnügen.

In die Reihe der Jahresringe fügt sich der Band hervorragend: Er schreibt einerseits seine Thematik unter überraschenden Aspekten bis in die Gegenwart fort, andererseits hat die Neubestimmung von Avantgarde und Postmoderne ihre Auswirkung auf unser Bild der Gegenwart und auf unser Verständnis von ihr.

Wir danken Beat Wyss für dieses Buch, das einmal mehr seine außergewöhnliche Fähigkeit zeigt, nicht nur das Detail, sondern die größeren, übergreifenden Zusammenhänge zu erkennen und darstellen zu können. Silke Schreiber danken wir auch dieses Mal wieder für ihre hervorragende verlegerische Arbeit.

Brigitte Oetker