#059

On One Side of the Same Water - Künstlerische Praxis zwischen Tirana und Tanger

Angelika Stepken, Brigitte Oetker (Hrsg.)

On One Side of the Same Water - Künstlerische Praxis zwischen Tirana und Tanger

Verlag: Hatje Cantz Verlag
Erscheinungsjahr: 2012
Sprache: Deutsch/Englisch
Seiten: 248
ISBN: 978-3-7757-3390-8

Beiträge von: Mirene Arsanios, Roy Brand, Gülsün Karamustafa, Hassan Khan, Emilie Loiseleur, Angelika Stepken, Despina Zefkili u.a., Gestaltung von Axel Feldmann

Inhalt

Vorwort

On One Side of the Same Water – ein Zitat von Lawrence Weiner – gibt Einblicke in die derzeitige Kunstproduktion sowie in die Kunstdiskussion des südöstlichen und südlichen Mittelmeerraums: Länder, die sich seit einigen Jahren und besonders in der letzten Zeit teilweise politisch radikal verändern.

Die künstlerische Praxis begleitet diese Veränderungen, wird zugleich von ihnen geprägt und will ihrerseits einen Beitrag zur Veränderung leisten. Sie zeigt uns über alles Dokumentarische hinausgehend vielfältige Aspekte, die aus der kulturellen Perspektive vielleicht anders als aus der ökonomischen du politischen wahrgenommen werden.

Angelika Stepken, die seit fünf Jahren die Villa Romana in Florenz leitet, ist mit diesen Prozessen sehr gut vertraut: Sie hat die Institution besonders für Künstler aus der Mittelmeerregion geöffnet, die dort nun – neben den aus Deutschland kommenden Stipendiaten internationaler Herkunft – Gäste sein können. Aus diesen Begegnungen sind Kontakte entstanden und Diskussionen geführt worden, die in diesem Jahresring einen Widerhall finden und fortgesetzt werden.

Angelika Stepken hat ein spannendes Buch zusammengestellt, das viele Einblicke in die künstlerische Entwicklung der Region vermittelt. Natürlich muss sich diese Publikation auf wesentliche Teilaspekte beschränken und kann die komplexe südliche und südöstliche Mittelmeerwelt in ihrer Gesamtheit nicht erfassen. Die permanenten Umbrüche und kontinuierlichen Veränderungen reflektierend gelingt ihr dennoch eine Momentaufnahme, die darüber hinausgehend den Anspruch auf eine historische Gültigkeit dieser Zeitgenossenschaft erhebt.

Ich bin allen beteiligten Künstlern, den Autoren und vor allem der Gastredakteurin Angelika Stepken für ihre Beiträge und ihre Arbeit sehr dankbar.

Brigitte Oetker