#052

Etwas von Etwas – Abstrakte Kunst

Friedrich Meschede, Brigitte Oetker (Hrsg.)

Etwas von Etwas – Abstrakte Kunst

Verlag: Buchhandlung Walther König, Köln
Erscheinungsjahr: 2005
Sprachen: Deutsch
Seiten: 228
ISBN: 3865600239

Beiträge von: Thomas Abts, Jens Asthoff, Willi Baumeister, Tobias Buche, Matthew Buckingham, David Claerbout, Lynne Cooke, Tacita Dean, Michael Diers, Nico Dockx, Ayşe Erkmen, Heike Föll, Erich Franz, Rodney Graham, Douglas Gordon, Nina Gülicher, Julian Heynen, Arturo Herrera, Franka Hörnschemeyer, Pierre Huyghe, Friedrich Meschede, Kassandra Nakas, Jorge Queiroz, John Rajchman, Anselm Reyle, Gerhard Richter, Wolfgang Rihm, Anri Sala, Thomas Scheibitz, Eva Schmidt, Albrecht Schnider, Tino Sehgal, Dirk Snauwaert, Mark Wallinger, Gregory Williams

Inhalt

Vorwort

Abstraktion ist für den Betrachter von Kunst auch heute noch eine Herausforderung. Dabei geht es schon lange nicht mehr um die Errungenschaften der historischen Avantgarde, die sich zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts von der Darstellung des Gegenstands löste. Statt eine Logik der Repräsentation zu folgen, ermöglichte Abstraktion den Entwurf von Bildwelten, die eigenen Gesetzen gehorchen und das Feld der Wahrnehmung bis ins Physische erweitern.

In zahlreichen Ausstellungen zu dem Thema in diesem Jahr zeigt sich das aktuelle Interesse an Abstraktion. Es verdankt sich vor allem einer jüngeren Künstlergeneration, die die Möglichkeiten der Abstraktion neu erprobt und dabei diese Bereiche nun verbindet – sowohl abstrakt wie auch gegenständlich.

Der Jahresring von Friedrich Meschede diskutiert dieses Thema und lässt Leser und Betrachter in vier Kapiteln diese Entwicklung nachvollziehen. Sie werden eingeleitet von Thomas Scheibitz, einer Serie von Aufnahmen seines Skulpturmodells „A“ aus unterschiedlichen Perspektiven, das als Leitmotiv durch das Buch verstanden werden kann.

Friedrich Meschedes eigener Beitrag wie auch seine Auswahl an Texten und Künstlerbeiträgen machen deutlich, dass Zeit als entscheidender neuer Faktor, den Raumbezug, wie er noch die Abstraktion bis ins späte 20. Jahrhundert beherrschte, abgelöst hat.

Ich danke Friedrich Meschede, den beteiligten Künstlern und den Autoren für ihre Beiträge, die nun den 52. Jahresring um diese Reihe legen.

Brigitte Oetker